Gaggenauwetter
Letzte Aktualisierung: 09.06.2026, 21.33 Uhr
An den Alpen schleift eine gealterte Kaltfront. Rückseitig ist aus Westen feuchtkühle und labile Atlantikluft eingeflossen. Süddeutschland bleibt dabei bis Mittwochabend zweigeteilt: im Südosten bleibt der Fronteinfluss vorherrschend, während über Baden-Württemberg und dem Norden Bayerns die labile Luft zu Gewittern neigt. Am Donnerstag weitet sich die zu Gewittern neigende Luft auch in den Südosten aus.
GEWITTER:
Von Mittwochmittag bis Donnerstagmittag örtlich Gewitter mit Windböen bis 60 km/h, lokal auch Starkregen um 15 l/qm und kleinem Hagel.
Am Mittwoch stark bewölkt, ab dem Mittag mit Schauern und kurzen Gewittern. Am Abend mehr Sonnenanteile. Kühl mit nur 12 Grad im Hochschwarzwald bis 18 Grad am Rhein. Schwacher bis mäßiger, am Nachmittag auch mal etwas auflebender Wind aus westlichen Richtungen. Bei Gewittern Windböen.
In der Nacht zum Donnerstag unterschiedlich bewölkt, gebietsweise Schauer und vereinzelt Gewitter. Frühwerte 10 bis 3 Grad.
Am Donnerstag anfangs bei einzelnen Schauern überwiegend wolkig. Mittags vor allem in der Osthälfte kurze Gewitter wahrscheinlich. Im Laufe des Nachmittags nachlassende Niederschläge und mehr Sonne. Temperaturen von 14 Grad auf der Alb und bis 20 Grad im Breisgau. Mäßiger, in Böen starker Westwind.
In der Nacht zum Freitag nach einigen Auflockerungen von Nordwesten zunehmend stark bewölkt und aufkommender Regen. Minima von 13 bis 5 Grad. Exponiert im Schwarzwald starke bis stürmische Böen aus Südwest.
Am Freitag kaum Sonne und oft Regen oder Schauer. Temperaturanstieg auf 17 bis 24 Grad. Mäßiger bis frischer Westwind mit starken, im Hochschwarzwald stürmischen Böen.
In der Nacht zum Samstag wolkig, zeitweise Regen, bei Temperaturen von 15 bi 8 Grad. Auf den Schwarzwaldgipfeln starke bis stürmische Böen aus West.
Deutscher Wetterdienst
10-Tage-Vorhersage für Deutschland
von Freitag, 12.06.2026 bis Freitag, 19.06.2026
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Dienstag, 09.06.2026, 13:40 Uhr
Vorallem im Norden und Osten vielfach unbeständig und mäßig warm, im
Südwesten oft heiter und sommerlich warm.
Vorhersage für Deutschland bis Dienstag, 16.06.2026,
Am Freitag wechselhaft, zeitweise schauerartig verstärkter Regen,
langsam nach Osten verlagernd. Am östlichen Alpenrand länger
anhaltender Regen. Höchstwerte 17 bis 22 Grad. Mäßiger bis frischer,
küstennah und im Bergland auch böig auffrischender Westwind.
In der Nacht zum Samstag meist stark bewölkt mit weiteren Schauern,
an östlichen Alpenrand weiterhin anhaltender Regen. Minima zwischen
14 und 9 Grad.
Am Samstag im Osten und Süden nachlassender Regen, im Südwesten teils
sonnig und trocken. Tagesmaxima liegen zwischen 17 Grad an der Küste
und bis 26 Grad am Oberrheingraben. Der Wind weht frisch, zeitweise
böig aus West bis Nordwest, an der Küste und auf den Bergen auch
stürmisch.
In der Nacht zu Sonntag im Norden oft stark bewölkt mit etwas Regen,
im Südwesten teils klar und meist trocken. Tiefstwerte zwischen 11
und 8 Grad.
Am Sonntag im Norden und Osten meist wolkig mit etwas Regen, nach
Süden zu vielfach heiter und trocken. Tageshöchstwerte zwischen 17
und 26 Grad. Der Wind weht schwach, im Norden mäßig aus Nordwest.
In der Nacht zu Montag teils wolkig, teils klar und gebietsweise
etwas Regen.
Am Montag und Dienstag zieht immer mal wieder starke Bewölkung mit
zeitweiligen Regen über Deutschland hinweg. Nach Südwesten zu bleibt
es meist etwas freundlicher und wärmer. Die Tagesmaxima liegen
zwischen 19 und 29 Grad. Am Oberrheingraben ist auch 30 Grad nicht
ausgeschlossen. Nachts liegen die Minima zwischen 14 und 9 Grad. Der
Wind weht schwach bis mäßig aus Nordwest.
Trendprognose für Deutschland, von Mittwoch, 17.06.2026 bis Freitag,
19.06.2026,
Unbeständig und mild. Evtl. wieder erhöhte Gewitteraktivität.
Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Christina Speicher
10-Tage-Vorhersage für Deutschland
von Freitag, 12.06.2026 bis Freitag, 19.06.2026
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Dienstag, 09.06.2026, 13:40 Uhr
Vorallem im Norden und Osten vielfach unbeständig und mäßig warm, im
Südwesten oft heiter und sommerlich warm.
Vorhersage für Deutschland bis Dienstag, 16.06.2026,
Am Freitag wechselhaft, zeitweise schauerartig verstärkter Regen,
langsam nach Osten verlagernd. Am östlichen Alpenrand länger
anhaltender Regen. Höchstwerte 17 bis 22 Grad. Mäßiger bis frischer,
küstennah und im Bergland auch böig auffrischender Westwind.
In der Nacht zum Samstag meist stark bewölkt mit weiteren Schauern,
an östlichen Alpenrand weiterhin anhaltender Regen. Minima zwischen
14 und 9 Grad.
Am Samstag im Osten und Süden nachlassender Regen, im Südwesten teils
sonnig und trocken. Tagesmaxima liegen zwischen 17 Grad an der Küste
und bis 26 Grad am Oberrheingraben. Der Wind weht frisch, zeitweise
böig aus West bis Nordwest, an der Küste und auf den Bergen auch
stürmisch.
In der Nacht zu Sonntag im Norden oft stark bewölkt mit etwas Regen,
im Südwesten teils klar und meist trocken. Tiefstwerte zwischen 11
und 8 Grad.
Am Sonntag im Norden und Osten meist wolkig mit etwas Regen, nach
Süden zu vielfach heiter und trocken. Tageshöchstwerte zwischen 17
und 26 Grad. Der Wind weht schwach, im Norden mäßig aus Nordwest.
In der Nacht zu Montag teils wolkig, teils klar und gebietsweise
etwas Regen.
Am Montag und Dienstag zieht immer mal wieder starke Bewölkung mit
zeitweiligen Regen über Deutschland hinweg. Nach Südwesten zu bleibt
es meist etwas freundlicher und wärmer. Die Tagesmaxima liegen
zwischen 19 und 29 Grad. Am Oberrheingraben ist auch 30 Grad nicht
ausgeschlossen. Nachts liegen die Minima zwischen 14 und 9 Grad. Der
Wind weht schwach bis mäßig aus Nordwest.
Trendprognose für Deutschland, von Mittwoch, 17.06.2026 bis Freitag,
19.06.2026,
Unbeständig und mild. Evtl. wieder erhöhte Gewitteraktivität.
Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Christina Speicher
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
Wetter aktuell
Wetterweisheiten aus den Bergen
Regionales Wetterwissen schlägt sich im sogenannten Hundertjährigen
Kalender und in Bauernregeln nieder. Auch in den Bergen kann die
Kenntnis des Wetters bzw. dessen Entwicklung sicherheitsrelevant sein
- und auch hier gibt es regionale Weisheiten.
Wer gern in den Bergen unterwegs ist und erst recht, wenn es in
hochalpine Regionen geht, der kommt um einen Blick in die
Wetterentwicklung nicht herum - oder sollte es zumindest nicht. Das
Wetter in den Bergen ändert sich teilweise sehr schnell und kann
gefährlich werden. Von daher sollte schon bei der Planung das Wetter
im Blick behalten werden, Touren umgeplant oder angepasst oder im
Zweifelsfall auch gar nicht gestartet werden. Dies betrifft sowohl
den Winter und Frühling mit Themen wie der Schnee-, Wind- und der
damit verbundenen Lawinensituation als auch den Sommer bis in den
Herbst mit Gewittern und Starkregenereignissen. In den Hochalpen sind
auch Schneefälle im Frühsommer bis in den Juni hinein oder auch
bereits wieder Ende August / Anfang September keine Seltenheit.
Bei einer Wanderung im Schweizer Engadin begegnete der Autorin in
diesem Zusammenhang eine Infotafel mit meteorologischen und nicht
meteorologischen Aspekten zum Thema Bergwetter oder besser gesagt mit
einer Auflistung an Merksätzen, Regeln und Zeichen zur Einschätzung
der Wettersituation in den Bergen. Einige davon beziehen sich auf die
Tierwelt, einige sind meteorologisch erklärbar und bei anderen
wiederum regten sich beim Lesen Zweifel an der Verlässlichkeit.
Bereits in der Einleitung heißt es: "Schon seine [der auf dem Schild
zitierte Bergbewohner Maiöc, Anmerkung der Autorin] Tasse Kaffee am
Morgen gibt ihm den ersten Hinweis. Wenn sich die Blasen in der Mitte
der Tasse sammeln, wird es schön. Sammeln sie sich hingegen am Rand,
wird es Regen geben." - Nun ja, eine wirklich meteorologische
Erklärung fällt diesbezüglich schwer.
Nachfolgenden hier noch einige Tricks von Maiöc zur Einschätzung des
Wetters...
Gut und beständig bleibt das Wetter, wenn:
- Die Wolken aufsteigen.
- Sich früh kräftiger Tau bildet.
- Die Wolken sich im Sommer zusammenballen und anhäufen (Kumulus).*
- Die Schwalben hoch fliegen.
- Die Frösche abends lange quaken.
- Der Himmel mattblau und wolkenarm ist.
- Sich die Kondensstreifen der Flugzeuge schnell auflösen.
- Die Mückenschwärme in der Abendsonne tanzen.
- Sich nachts Reif oder Tau bildet.
- Nachts die Milchstraße deutlich zu sehen ist.
Analog gibt es auch einige Punkte, bei der nun die "Neigung zu
schlechtem Wetter" absehbar ist:
- Die Bienen mitten im Tag aufhören Nektar zu sammeln.
- Wenn sich ein kräftiges Morgenrot auf tiefhängenden Wolken bildet.
- Frühnebel aufsteigt.
- Die Schwalben tief fliegen.
- Die Sterne stark flimmern.
- Der Tau im Sommer ausbleibt.
- Die Ameisen aufgeregt sind und offenbar planlos durch die Gegend
laufen.
- Die Katze gähnt.
- Die Geräusche aller Art besonders deutlich und von weither hörbar
sind.
- Die Insekten morgens schon lästig sind (Gewitter).
Diese Liste ist nicht vollständig und soll auch nicht im Einzelnen
auf meteorologische Wertigkeit geprüft werden. Die komplette Liste
findet sich auf beigefügtem Foto der beschriebenen Infotafel. Einzig
auf die Weisheit mit der Cumulusbewölkung (*) soll hier kurz
eingegangen werden. Danach soll das Wetter gut und beständig bleiben,
wenn sich im Sommer die Wolken "zusammenballen und anhäufen" - das
ist tatsächlich insbesondere in den Bergen ein schmaler Grat. Sicher
gibt es flache Cumulusbewölkung, die auch als Schönwetter- oder
Schäfchenwolken bezeichnet werden. Bei entsprechender, labiler
Luftmasse und mit zusätzlichem Hebungsantrieb in den Bergen können
aus kleinen Cumuluswolken allerdings schnell hochreichende Cumulus-
und damit Gewitterwolken entstehen. Und dann kann es in offenem,
hochalpinem Gelände gefährlich werden.
Egal wie, ob mit den oben genannten Aspekten oder vielleicht doch
lieber mit einem Blick in entsprechende Wetterberichte oder Apps, bei
Aufenthalten im Freien ist es immer ratsam, einen Blick auf die
Wetterentwicklung zu richten und gegebenenfalls auch rechtzeitig
umzukehren, falls sich wider Erwarten die Umstände doch anders
entwickeln. Das betrifft natürlich auch nicht nur Aktivitäten in den
Bergen. Manchmal wird man sonst vielleicht einfach nur nass und das
ist unangenehm, vielleicht gerät man aber auch in gefährliche oder
gar lebensbedrohliche, wetterbedingte Situationen.
Spezielle Berichte für die Alpen, aber auch für die Küsten von Nord-
und Ostsee, die entsprechend angrenzenden Seegebiete oder auch den
Bodensee gibt es auf unserer Homepage und in unserer WarnWetter-App.
Dipl.-Met. Sabine Krüger
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 09.06.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

