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Gaggenauwetter

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Radarfilm (Niederschlag) BAWÜ Aktuelle Beobachtungen aus BAWÜ
Letzte Aktualisierung: 18.07.2026, 14.40 Uhr
Mit zunehmend auf Nordwest drehender Strömung gelangt heute in die nördlichen Regionen eine nur noch mäßig warme Luftmasse. Zeitgleich entsteht ein neues Tief über Südnorwegen. Dessen Kaltfront überquert ab der Nacht zum Sonntag von Nordwesten her Süddeutschland. Heute ab Mittag vor allem in der Südhälfte einige GEWITTER. Dabei ab und zu Starkregen um 20 l/qm in kurzer Zeit, stürmische Böen um 70 km/h und kleinkörniger Hagel. Mit geringer Wahrscheinlichkeit örtliche Überschreitungen der Unwetterwarnschwellen durch Hagel um 2 cm und Starkregen um 30 l/qm, schwere Sturmböen um 90 km/h auf engen Raum begrenzt nicht ausgeschlossen. Am späteren Samstagabend vorübergehend deutlich nachlassende Gewitteraktivität. Ausgangs der Nacht zum Sonntag von Nordwesten neue GEWITTER, tagsüber dann rasch Richtung Allgäu durchziehend - Verbreitung und Intensität insgesamt schwächer als am Samstag.
Heute ab Mittag vor allem in der Südhälfte einige Gewitter. Kommende Nacht und am Sonntag auch im Norden öfter Blitze.
Heute zunächst abschnittsweise sonnig. Im Tagesverlauf deutlich zunehmende Quellbewölkung, ab Mittag vor allem in der Südhälfte einige Gewitter. Mäßig warm mit 22 Grad auf der Alb und bis 28 Grad im Oberrheingraben. Schwacher, zeitweise mäßig auffrischender Westwind. Bei Gewittern schwere Sturmböen nicht ausgeschlossen. In der Nacht zum Sonntag bald abklingende Gewitter. Nach kurzen Auflockerungen gegen Morgen von Nordwesten her schauerartiger Regne und erneut einige Gewitter. Tiefstwerte von 17 Grad am Schwarzwald und bis 12 Grad im Allgäu.

Zeitpunkt Datenabholung beim DWD: 18. 07. 2026 17:00:02 Uhr:


Am Sonntagvormittag zunächst stark bewölkt und von Nordwesten durchziehender, schauerartiger, ab und zu gewittriger Regen. Anschließend meist sonnig. Im Südosten bis gegen Abend geringes Gewitterrisiko. Vergleichsweise kühl bei 18 Grad auf der Alb und bis 24 Grad im Kraichgau. Mäßig auffrischender Nordwestwind. In der Nacht zum Montag gering bewölkt, überwiegend sternenklar. Abkühlung auf 12 bis 9, im ländlichen Raum örtlich bis 6 Grad.
Am Montag viel Sonnenschein mit fluffiger Quellbewölkung. Trocken. Gemäßigte Temperaturen mit 21 bis 25 Grad, auf dem Feldberg im Schwarzwald kühle 13 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus Nordwest bis Nord. In der Nacht zum Dienstag durchziehende Wolkenfelder, zeitweise Auflockerungen. Tiefstwerte 13 bis 8 Grad.
Am Dienstag heiter, zeitweise wolkig aber meist niederschlagsfrei. Auf der Alb vergleichsweise kühle 19 Grad, im Oberrheingraben um 25 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus Nordwest bis Nord. In der Nacht zum Mittwoch gering bewölkt, zeitweise klar. Abkühlung auf um 12 Grad, auf der Albhochfläche und im Allgäu bis 8 Grad.
Deutscher Wetterdienst
10-Tage-Vorhersage für Deutschland
von Dienstag, 21.07.2026 bis Dienstag, 28.07.2026
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Samstag, 18.07.2026, 13:42 Uhr

Leicht wechselhaft, zeitweise etwas Regen und vereinzelt Gewitter.
Zunächst mäßig warm, ab Freitag von Südwesten ansteigende
Temperaturen.

Vorhersage für Deutschland bis Samstag, 25.07.2026,
Am Dienstag im Nordwesten, Osten und Südosten wechselnd bewölkt und
einzelne Schauer. Sonst häufig heiter und meist trocken.
Höchsttemperatur 29 bis 24 Grad, im äußersten Westen und Südwesten 25
bis 27 Grad. Im Südwesten schwacher, sonst schwacher bis mäßiger
Nordwestwind.
In der Nacht zum Mittwoch in der Nordhälfte Bewölkungszunahme und im
Norden später etwas Regen. Sonst teils gering bewölkt und trocken.
Tiefsttemperatur 13 bis 7 Grad.

Am Mittwoch meist wolkenreich und vom Norden bis in die mittleren
Landesteile vorankommender Regen oder Schauer, im Tagesverlauf
einzelne Gewitter. Im Süden noch meist trocken und im Südwesten auch
noch länger sonnig. Erwärmung auf 18 bis 24, im Südwesten bis 26
Grad. Mäßiger, in Böen teils frischer Nordwestwind, an der Nordsee
stürmischer Wind.
In der Nacht zum Donnerstag bewölkt und gebietsweise Regen oder
Schauer, lokal auch noch Gewitter. Tiefstwerte 13 bis 9 Grad.

Am Donnerstag wolkig mit Aufheiterungen. Vor allem im Norden und
Osten, sowie im äußersten Süden weitere Schauer, vereinzelt kurze
Gewitter möglich. Im Südwesten weniger Schauer und größere
Aufheiterungen. Temperaturen meist 19 bis 25 Grad. Schwacher bis
mäßiger Nordwestwind.
In der Nacht zum Freitag nachlassende Schauer, teils gering bewölkt.
Abkühlung auf 14 bis 9 Grad.

Am Freitag im Norden und Osten teils wolkig und vereinzelte Schauer,
sonst zunehmend heiter und trocken. Höchstwerte meist 20 bis 27 Grad.
Schwacher bis mäßiger Nordwestwind.
In der Nacht zum Samstag im äußersten Norden etwas Regen, sonst
trocken und teils klar bei 14 bis 9 Grad.

Am Samstag im Norden stärker bewölkt und vereinzelt etwas Regen.
Sonst wolkig oder heiter und überwiegend trocken. Höchstwerte
zwischen 23 Grad im Norden und 29 Grad am Oberrhein. Schwacher Wind
aus Nordweste bis West.
Nachts Abkühlung auf 14 bis 10 Grad.


Trendprognose für Deutschland, von Sonntag, 26.07.2026 bis Dienstag,
28.07.2026,
Leicht unbeständig und gebietsweise etwas Regen. Höchstwerte meist 23
bis 29 Grad, im Südwesten lokal bis 30 Grad. An der See kühler.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Johanna Anger

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst



Wetter aktuell

Von Trockenheit und rekordniedrigen Wasserständen


Zur Halbzeit des Sommers ziehen wir eine hydrologische
Zwischenbilanz. Vor allem im Südwesten Deutschlands gibt es ein
großes Niederschlagsdefizit. An den Pegeln von Rhein und Donau wurden
für Juli so niedrige Abflüsse registriert wie noch nie.


Die erste Hälfte des meteorologischen Sommers 2026 ist Geschichte.
Nicht nur die Hitze, sondern auch die bisherige Niederschlagsbilanz
sind eine Betrachtung wert. Mehrere ? besonders im Südwesten des
Landes ausgeprägte Hitzewellen und teils schwere Gewitter zeichneten
das Bild des bisherigen Sommers. Überregionale
Niederschlagsereignisse waren die Ausnahme. Ein Blick auf die Karte
des bisherigen Niederschlags seit dem 1. Juni (Abb. 1) zeigt die
Regionen, in denen bisher kaum Regen fiel. Dies sind vor allem
Gebiete im Südwesten und Osten des Landes. Gebietsweise fielen dort
erst 30 bis 50 mm. Besonders nasse Regionen waren der Alpenrand und
dessen Vorland mit örtlich mehr als 250 mm sowie die Gebiete nahe der
Nordsee und im Dreiländereck Schleswig-Holstein, Niedersachsen und
Sachsen-Anhalt mit gebietsweise nahe 200 mm. Grundsätzlich fallen auf
kleinem Raum teils große Unterschiede in der Bilanz auf. Diese sind
auf kleinräumige, aber kräftige Schauer und Gewitter zurückzuführen.
So fielen zum Beispiel in Bleckede-Walmsburg im Wendland gestern
Abend fast 70 mm in zwei Stunden, an Nachbarstationen dagegen nicht
mal 10 mm.

Um den gefallenen Niederschlag in ein klimatologisches Bild zu
rücken, ist es sinnvoll, den gefallenen Niederschlag mit dem
Niederschlag im langjährigen Mittel zu vergleichen. Dazu zeigt Abb. 2
die relative Niederschlagssumme in Prozent zum langjährigen Mittel.
100 Prozent bedeuten dabei, dass im betrachteten Zeitraum genauso
viel Niederschlag gefallen ist wie im Klimamittel. Auch auf dieser
Karte fallen große Regionen des Ostens und Südwestens als deutlich
trockener als üblich auf. Die 30 bis 50 mm entsprechen etwa 20 bis 50
Prozent der üblichen Menge. Besonders nass zeigen sich neben lokalen
Maxima im Süden vor allem Teile des Nordwestens und Nordens.
Auffällig ist der Süden Bayerns: Absolut noch die nasseste Region
Deutschlands ist es dort im Vergleich zum Mittel dennoch zu trocken
gewesen. Es wurden nur 50 bis 90 Prozent des Solls erreicht.

Neben den Auswirkungen auf die Vegetation und damit auch die
Landwirtschaft zeigt sich die Trockenheit in den großen Flüssen des
Landes. Entlang des gesamten Rheins auf deutscher Seite gab es noch
nie so niedrige Abflüsse im Juli seit 1900. Abseits des Hochrheins
liegen die Pegel um mehr als 10 Prozent unter dem vorherigen Rekord.
Auch an der Donau liegen die neuen Rekorde oft mehr als 10 Prozent
unterhalb der bisherigen Julirekorde. Die Auswirkungen auf die
Schifffahrt sind immens. Verantwortlich für die Rekordpegel sind
nicht nur die geringen Niederschläge der vergangenen Wochen. Auch der
Frühling war bereits verbreitet deutlich trockener als üblich und in
Bayern der trockenste seit Aufzeichnungsbeginn vor mehr als 140
Jahren. Die hohen Temperaturen sorgten zudem für eine sehr hohe
Verdunstung, ein großer Teil des Niederschlags erreichte also gar
nicht erst die Flüsse. Ein weiterer Faktor für Donau und Rhein ist
die Schneedecke in den Nordalpen, die im Frühling und Sommer schmilzt
und die entwässernden Flüsse speist. Auch hier waren die Vorzeichen
ungünstig: Der zweittrockenste Winter seit 1991 in den Nordalpen und
ein trockener und warmer Frühling sorgten frühzeitig für ein
Schmelzen des Schnees. Auch diese Wasserquelle ist somit weitgehend
versiegt.

Für ein Ende der Trockenheit bräuchte es großflächige und länger
anhaltende Niederschläge. Diese Niederschläge sind allerdings nicht
in Sicht. Abb. 3 zeigt die simulierten Niederschläge der kommenden
sieben Tage bis zum Samstag, den 25.07.2026. Sowohl das Modell des
Deutschen Wetterdienstes ICON als auch das Modell des Europäischen
Zentrums für Mittelfristvorhersage EZMW zeigen in der Fläche keine
großen Niederschläge. Am meisten Regen soll demnach am Alpenrand
sowie an Nord- und Ostsee fallen. In weiten Bereichen sollen weniger
als 20, häufig sogar nicht mal 10 mm fallen. Dies deckt nicht einmal
die Verdunstung in diesem Zeitraum. Die Pegelstände der Flüsse werden
demnach weiter auf sehr niedrigen Werten verharren.

M.Sc.-Met. Thore Hansen

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 18.07.2026

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